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IhF Newsletter

Das Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) im Deutschen Hausärzteverband gibt regelmäßig den praxisnahen IhF-Newsletter speziell für Hausärztinnen und Hausärzte raus. Darin wird über die aktuellsten hausärztlich relevanten Themen sowie über Fortbildungsmöglichkeiten informiert und Sie erhalten Tipps und exklusive Praxishilfen für den Alltag.

IHF News und Updates

Hoffnungsschimmer für bessere Behandlung des Glioblastoms

Die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit beim Glioblastom beträgt immer noch nur etwa 10%. Das könnte sich bald ändern:

Die repetitive (maximal 6×) stereotaktische Injektion eines sogenannten onkolytischen Virus (Herpes simplex G47Δ) in Residual- oder Rezidivgewebe von Glioblastomen bei 17 Patientinnen und Patienten verlängerte das 1-Jahres-Überleben von erwarteten 15 auf eindrückliche 85%. In allen Fällen waren eine neurochirurgische Resektion, eine Strahlen-/Chemo-Therapie und eine adjuvante Therapie mit Temozolomid vorangegangen. Die Nebenwirkungen bestanden im Wesentlichen aus Fieber, Nausea, Erbrechen und Lymphopenie.

Das verwendete, dreifach mutierte Herpes-simplex-Virus übt seine antitumoralen Effekt via direkte Toxizität für die Tumorzellen und indirekt durch Auslösung einer antitumoralen Immunantwort aus (Induktion der Expression von Histokompatibilitätsantigenen auf der Tumorzelloberfläche). Die Studie wurde wegen dieser Resultate frühzeitig abgebrochen und das onkolytische Herpesvirus ist in Japan bereits für die klinische Anwendung zugelassen. Dies lässt sich durch die ohne weitere Therapie sehr schlechte Prognose rechtfertigen, ruft aber nach sorgfältiger Dokumentation der therapiebedingten Nebenwirkungen in der Periode nach der Zulassung.(Swiss Medical Forum)

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